Advanced Encryption Standard ausprobieren
1997 startete das NIST einen Wettbewerb, um einen Nachfolger für den in die Jahre gekommenen DES-Algorithmus zu finden. DES war zwar immer noch zuverlässig, konnte jedoch aufgrund der kurzen Schlüssellänge in relativ kurzer Zeit gebrochen werden. Auch 3DES war keine Alternative, da dieser vergleichsweise langsam ist.

So sollte ein Algorithmus gefunden werden, welcher mindestens so sicher wie DES ist, eine Blockgröße von 128 Bit und Schlüssellängen von 128, 192 und 256 Bit unterstützt, sowie der sowohl in Hardware- als auch in Softwareimplementierungen performant arbeitet.

Von den ursprünglich 25 Kandidaten blieben in der letzten Runde noch fünf Kandidaten übrig:

  • Mars, entwickelt bei IBM von Carolynn Burwick, Don Coppersmith und anderen,
  • RC6 von Ron Rivest und anderen,
  • Twofish von Bruce Schneier und anderen,
  • Serpent von Ross Anderson, Eli Biham und Lars Knudsen,
  • sowie der Rijndael-Algorithmus.

Im Jahr 2000 wurde schließlich der Rijndael-Algorithmus, der von den Belgiern Joan Daemen und Vincent Rijmen entwickelt wurde, zum Advanced Encryption Standard (AES) ausgewählt. Ausschlaggebend war letztendlich die überdurchschnittliche Geschwindigkeit sowie das einfache, elegante Design von Rijndael, obwohl einige Kandidaten der letzten Runde als sicherer eingestuft wurden.

AES ist im FIPS-197 standarisiert.

Jeff Moser hat AES in einem Comic anschaulich dargestellt:

www.moserware.com