Data Encryption Standard ausprobieren
1973 schrieb in den USA das National Bureau of Standards (NBS, inzwischen National Institute of Standards and Technology, NIST) einen Wettbewerb zur Findung eines Standards für einen kryptographischen Algorithmus aus. 1977 wurde der von IBM entwickelte Algorithmus Lucifer auf Basis der Feistel-Chiffre, die von Horst Feistel entwickelt wurde, zum Data Encryption Standard (DES) erklärt. Auf Drängen der amerikanischen National Security Agency (NSA) wurde jedoch die Schlüssellänge von 128 Bit auf 56 Bit verkürzt. Dies gab Anlass zu Spekulationen, ob die NSA technisch in der Lage sei, einen 56-Bit-Schlüssel per Brute-Force zu brechen.

Heute gilt DES aufgrund seiner kurzen Schlüssellänge als unsicher. 1999 konnte distributed.net, ein Projekt zu Ausnutzung freier Rechenleistung auf Privatrechnern über das Internet, einen DES-verschlüsselten Text in unter 23 Stunden per Brute-Force brechen (siehe distributed.net).

Um diese Schwäche auszugleichen, wurde 3DES, der eine dreifache Schlüssellänge hat und DES dreimal hintereinander anwendet, entwickelt.

2002 wurde der Wettbewerb des NIST zur Findung eines Nachfolgers von DES beendet und der Advanced Encryption Standard bekannt gegeben.

DES ist im FIPS46-3 standarisiert.